Jahr für Jahr ziehen Big-Tech-Konzerne Milliarden an Werbegeldern aus Österreich ab. Im Interview erklärt Andreas Lanner, Geschäftsführer von monitorwerbung Kärnten, warum es höchste Zeit ist, sich bewusst zu machen, dass jede Buchungsentscheidung auch eine Entscheidung für oder gegen den Standort Österreich ist und weshalb Digital-out-Home (DOOH) eine echte Alternative mit regionaler Wirkungskraft ist.
Andreas Lanner: „Weil es nicht nur dem österreichischen Medienstandort schadet. Auch Unternehmen unterstützen damit ein Ungleichgewicht, das sie langfristig schwächt: Sie verlieren Transparenz und Kontrolle für ihre Werbung. Social Media wirkt zwar schnell, ist aber oft intransparent. Unternehmen wissen kaum, wo ihre Werbung erscheint oder neben welchen Inhalten.“
„Unsere Kund:innen sehen genau, wann und wo ihre Spots laufen – ohne Blackbox, ohne fragwürdiges Umfeld. DOOH ist also digital, aber regional und nachhaltig. Wir sind dort präsent, wo sich Menschen bewegen: auf Straßen, Plätzen, im Alltag. Und wir liefern Sichtbarkeit, die sich nicht wegklicken lässt.“
„Anders beim linearen TV steigen unsere Reichweiten. Wir haben die Standorte, die Sichtbarkeit und die Chance, dass Werbegeld im Land bleibt, statt ins Silicon Valley abzuwandern. Wenn Unternehmen DOOH als festen Bestandteil im Media-Mix verankern, können wir einen echten Gegenpol zu globalen Plattformen schaffen. Was ich mir wünsche würde, ist also mehr Bewusstsein für den Impact jeder Budgetentscheidung. Und dafür, dass DOOH das neue Massenmedium schlechthin ist. Speziell in Kärnten genießt digitale Außenwerbung laut aktueller Ambient Meter Studie eine sehr hohe Akzeptanz und Bekanntheit.“